Einfache Wende beim Schwimmen: Ohne Rollwende ruhig neu starten

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Du schaffst eine kurze Schwimmstrecke, aber am Beckenrand ist jedes Mal Schluss mit dem Rhythmus? Dann brauchst du nicht sofort eine Rollwende. Eine einfache Wende beim Schwimmen beginnt mit drei überschaubaren Aufgaben: ankommen, neu ausrichten, wieder starten. Am Anfang darf dazwischen eine Pause liegen. Erst später werden die Teile zu einer fliessenden Bewegung.

Dieser Artikel richtet sich an Erwachsene und ältere Kinder, die bereits selbstständig bis zum Rand schwimmen können. Er beschreibt eine ruhige Freizeit- und Lernvariante, keine wettkampfgerechte Wende für jede Schwimmart. Für Anfänger bleiben Standtiefe, Orientierung und passende Begleitung wichtiger als Geschwindigkeit.

Was eine Wende ohne Rolle ausmacht

Bei der hier beschriebenen einfachen Wende berührst du zuerst die Wand, bringst die Beine an den Körper und richtest dich in die Gegenrichtung aus. Danach stösst du dich mit den Füssen ab. Du machst dabei keinen Purzelbaum. Das Schweizer Lehrmittel Schwimmen führt solche einfachen Wendebewegungen mit Wandkontakt als eigene Lernaufgabe ein. [1]

Das Wenden bleibt auch in den im Februar 2026 veröffentlichten Trainingsformen von Swiss Aquatics ein eigenes Thema. Dort wird standtiefes Wasser als Vereinfachung genannt. [2] Die folgende Übungsfolge setzt noch früher an: zunächst ohne Zeitdruck und ohne die Bewegung mit einer ganzen Bahn verbinden zu müssen.

Den Übungsplatz sorgfältig wählen

Suche im Hallenbad einen erlaubten, freien Wandabschnitt im standtiefen Bereich. Kontrolliere die Tiefe und den Platz vor dir. Die Wand sollte gut greifbar sein; frage die Badeaufsicht, wenn du unsicher bist. Übe nicht an einer Leiter, an scharfen Kanten oder mitten im Verkehr einer schnellen Schwimmbahn. Der Abstoss darf niemanden überraschen.

Vorausgesetzt sind ein vertrautes Eintauchen des Gesichts, kurzes Gleiten und sicheres Wiederaufstehen. Boden- und Wandkontakt sowie kontrolliertes Ausatmen gehören zu den Grundlagen der Wassergewöhnung. [3] Kinder brauchen aufmerksame Aufsicht; kleine Kinder bleiben in Griffnähe. [5] Neue Wendebewegungen lernst du am besten unter Anleitung.

Die einfache Wende in vier Schritten

1. Langsam ankommen und Halt finden

Beginne nur ein kurzes Stück vor der Wand. Nähere dich langsam und berühre sie mit der Hand vor dem Kopf. Greife einen geeigneten Rand, ohne mit Schwung dagegenzustossen. Du darfst dich zunächst hinstellen und normal atmen. Wiederhole allein dieses kontrollierte Ankommen, bevor du das Drehen ergänzt.

2. Drehen und die Füsse zur Wand bringen

Mit einer Hand am Rand beugst du Hüfte und Knie. Drehe dich seitlich so, dass sich der Oberkörper von der Wand weg ausrichtet und beide Füsse an die Wand kommen können. Die Knie bleiben gebeugt. Die Lehrperson hilft dir, Abstand und Richtung zu finden. Ziehe dich nicht mit Gewalt am haltenden Arm herum. [1]

3. Erst ausrichten, dann sanft abstossen

Prüfe vor dem Start nochmals, ob der Weg frei ist. Atme normal ein, führe die Arme nach vorne und lege das Gesicht ins Wasser. Löse die Hand von der Wand und stosse dich mit beiden Füssen sanft ab. Ziel ist eine kurze, annähernd waagrechte Gleitbewegung nahe der Oberfläche – nicht möglichst tief oder weit zu kommen. Die Grundform mit gestreckten Armen und Gesicht im Wasser beschreibt mobilesport.ch als «Bauchpfeil». [4]

4. Gleiten kontrolliert beenden

Atme beim kurzen Gleiten sanft ins Wasser aus. Beende die Übung rechtzeitig durch sicheres Aufstehen im standtiefen Bereich. Wenn dieser Ablauf vertraut ist, kannst du unter Anleitung wenige Schwimmzüge anhängen. Die nächste Einatmung erfolgt mit freien Atemwegen über Wasser; eine möglichst lange Unterwasserphase ist kein Lernziel.

Die Animation vergleicht das Ankommen am Rand mit dem kurzen Gleiten nach dem Abstoss. Der seitliche Richtungswechsel dazwischen wird im Text beschrieben und sollte dir im Wasser gezeigt werden.

Am Rand ankommen. Ruhig neu starten.

Bewege den Schalter: vom Halt am Beckenrand zum kurzen Gleiten nach dem Abstoss.

Einfache Wende: Ankommen und erneut abstossen Zwei vereinfachte Momentaufnahmen im standtiefen Becken. Zuerst hält sich eine Person an der rechten Beckenwand fest und steht am Boden. Danach gleitet sie mit ausgestreckten Armen nach links von der Wand weg. Dazwischen werden die Beine angezogen, der Körper seitlich gedreht und beide Füsse an der Wand aufgesetzt. Keine Rollwende und kein vollständiger Bewegungsablauf. 1 · Ankommen und ordnen Langsam zur Wand · Halt finden · normal atmen Eine Pause ist erlaubt. Erst dann die neue Richtung vorbereiten. Die Hände erreichen die Wand vor dem Kopf. Zwei Momentaufnahmen · Drehbewegung dazwischen unter Anleitung lernen
Am Rand Neu starten

So baust du die Bewegung ohne Stress auf

Teile das Lernen auf mehrere kurze Versuche auf. Zuerst übst du das Ankommen und Festhalten. Danach probierst du die neue Ausrichtung mit den Füssen an der Wand, ohne kräftig abzustossen. Erst anschliessend verbindest du diese Teile. Starte jede Wiederholung bewusst neu. Ein Beckenrand ist kein Ort für Gedränge, Überraschungen oder Wettrennen unter Einsteigern.

Drei häufige Schwierigkeiten

Du bist zu nah an der Wand: Ordne dich mit Unterstützung neu, statt dich mit eingeklemmten Beinen wegzudrücken. Du stösst schräg ab: Lass die Lehrperson deine Fussstellung und Körperrichtung anschauen; beginne beim nächsten Mal mit weniger Kraft. Du hältst die Luft bis zum Ende an: Gehe zurück zu einer kurzen Atem- und Gleitübung, bevor du die ganze Wende wiederholst.

Bei Schmerzen, Schwindel, Luftnot oder Unsicherheit unterbrichst du. Du musst eine begonnene Übungsfolge nicht fertigschwimmen. Frage nach einer einfacheren Variante, statt mit stärkerem Abstoss gegen das Problem anzukämpfen.

Vom Lernversuch zum Schwimmen im Hallenbad

In einer Schweizer Schwimmschule kannst du gezielt nach «Wenden ohne Rolle» fragen. Sage dazu, ob du Brust oder Kraul schwimmst und ob du am Rand bereits sicher die Richtung wechseln kannst. Wer später Wettkämpfe schwimmen möchte, braucht zusätzlich die für seine Schwimmart geltenden Anschlag- und Wenderegeln. Diese Freizeitübung ist dafür kein vollständiger Ersatz.

Sobald die Bewegung vertraut ist, geht es um Rücksicht und einen freien Startweg. Dazu passt der vorhandene Beitrag über Bahnregeln im Hallenbad. Dein erstes Ziel bleibt jedoch einfach: ruhig ankommen, dich orientieren und kontrolliert wieder losschwimmen.

Quellen und weiterführende Informationen

[1] Lehrmittel Schwimmen, über mobilesport.ch: Wir lernen die einfache Wende (PDF, Kapitel Kraul).

[2] mobilesport.ch, Quelle Swiss Aquatics: Wende mit Startsignal, veröffentlicht am 12. Februar 2026.

[3] mobilesport.ch / BASPO: Schwimmen lernen – die Grundlagen.

[4] mobilesport.ch / BASPO: Bauchpfeil.

[5] BFU: Kinder und das Wasser. Quellen geprüft am 19. September 2026.

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Kommentare

Ein Kommentar zu „Einfache Wende beim Schwimmen: Ohne Rollwende ruhig neu starten“

  1. […] Einfache Wende beim Schwimmen: Ohne Rollwende ruhig neu starten […]

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