Schlagwort: Brustschwimmen

  • Brustbeinschlag: Fersen zum Gesäss statt Knie unter den Bauch

    Brustschwimmen ist die Lage, die in der Schweiz fast alle zuerst gelernt haben, und gleichzeitig die, bei der sich die meisten selbst ausbremsen. Du machst einen kräftigen Beinschlag, spürst kurz Schwung, und beim nächsten Anziehen der Beine stehst du beinahe still. Wenn dir das bekannt vorkommt, liegt es sehr wahrscheinlich an einem einzigen Detail: Du ziehst die Knie unter den Bauch, statt die Fersen zum Gesäss zu führen.

    Warum die Knie unter dem Bauch bremsen

    Stell dir vor, du hältst beim Gleiten ein Schwimmbrett senkrecht ins Wasser. Genau das machen deine Oberschenkel, wenn du die Knie nach vorne unter den Körper ziehst. Sie stehen quer zur Schwimmrichtung und schieben Wasser vor sich her. Der Widerstand ist so gross, dass er den Schwung des letzten Beinschlags fast vollständig aufbraucht.

    Dazu kommt ein zweiter Effekt. Beugt sich die Hüfte stark, kippt das Gesäss nach oben und der Oberkörper nach unten. Der Körper liegt nicht mehr flach, sondern macht einen Buckel. Viele gleichen das aus, indem sie den Kopf noch höher heben, und dann sinken die Beine erst recht.

    Brustbeinschlag: Knie unter den Bauch oder Fersen zum Gesäss?

    Bewege den Schalter und vergleiche, wie die Beine angezogen werden.

    Brustbeinschlag: Knie unter den Bauch ziehen und Fersen zum Gesäss führen im Vergleich Zwei vereinfachte Seitenansichten einer Person in Bauchlage mit den Armen voraus. Zuerst zieht sie die Knie unter den Bauch, die Oberschenkel stehen fast senkrecht im Wasser und bremsen. Danach bleiben die Oberschenkel fast in der Linie des Körpers, nur die Fersen kommen zum Gesäss. Knie zum Bauch: Die Oberschenkel bremsen Sie stehen quer zur Schwimmrichtung wie eine Wand. Das Gesäss schiesst hoch, der Schwung ist weg. Vereinfachte Seitenansicht · Moment vor dem Schwung
    Knie zum Bauch Fersen zum Gesäss

    So sieht das richtige Anziehen aus

    Die Bewegung beginnt nicht in der Hüfte, sondern im Knie. Aus der gestreckten Lage klappen die Unterschenkel nach oben, und die Fersen wandern Richtung Gesäss. Die Oberschenkel bleiben dabei fast in der Verlängerung des Rumpfes. Die Hüfte beugt sich nur wenig. Von der Seite gesehen bleibst du schmal, und das Wasser strömt weiter an dir vorbei.

    Sind die Fersen oben, drehst du die Füsse nach aussen und ziehst die Zehen Richtung Schienbein. Jetzt zeigen die Fusssohlen nach hinten. Mit ihnen und mit der Innenseite der Unterschenkel drückst du das Wasser in einem Bogen nach hinten und schliesst die Beine, bis sie gestreckt nebeneinander liegen. Danach folgt die Gleitphase.

    Drei Übungen, die das Gefühl umstellen

    1. Am Beckenrand

    Halte dich in Bauchlage mit beiden Händen am Rand oder an der Überlaufrinne fest. Zieh die Fersen langsam zum Gesäss und achte darauf, dass dein Bauch flach bleibt. Wenn die Knie die Wand berühren würden, sind sie zu weit vorne. Mach zehn langsame Wiederholungen und spüre, wie wenig sich die Hüfte bewegen muss.

    2. Fersen an die Hände

    Gleite in Bauchlage, die Arme liegen am Körper, die Handflächen neben dem Gesäss. Bei jedem Beinschlag versuchst du, mit den Fersen deine Fingerspitzen zu berühren. Das geht nur, wenn die Unterschenkel hochklappen. Ziehst du die Knie unter den Bauch, erreichen die Fersen die Hände nicht. Zum Atmen hebst du kurz den Kopf.

    3. In Rückenlage

    Leg dich auf den Rücken, halte ein Schwimmbrett über den Oberschenkeln und mach den Brustbeinschlag. Die Regel ist einfach: Die Knie dürfen das Brett nicht berühren und nicht aus dem Wasser kommen. Du lässt die Fersen sinken, statt die Knie anzuheben. Diese Übung zeigt Fehler sofort, weil du deine Knie sehen kannst.

    Häufige Fehler

    • Knie weit auseinander: Die Knie öffnen sich nur etwa hüftbreit. Die Füsse sind beim Schwung weiter aussen als die Knie.
    • Zu schnell anziehen: Zieh die Fersen ruhig an und schlage dann kräftig. Langsam vor, schnell zurück.
    • Füsse bleiben gestreckt: Ohne ausgedrehte, angezogene Füsse rutscht das Wasser am Rist vorbei.
    • Kein Gleiten: Nach dem Schliessen der Beine bleibst du einen Moment lang gestreckt. Erst dann beginnt der nächste Zug.

    Ein Wort zu den Knien

    Der Brustbeinschlag belastet die Innenseite der Knie stärker als andere Schwimmarten. Wärm dich mit ein paar lockeren Längen auf, bevor du viele Beinschläge übst, und hör auf, wenn es im Knie zieht oder sticht. Bei Beschwerden lohnt es sich, den Beinschlag etwas schmaler zu machen und zwischendurch auf Kraul- oder Rückenbeinschlag zu wechseln.

    Fazit

    Beim Brustschwimmen gewinnst du Tempo nicht durch mehr Kraft, sondern durch weniger Bremsen. Lass die Oberschenkel in der Körperlinie, bring die Fersen zum Gesäss und dreh die Füsse aus. Nimm dir im Hallenbad pro Besuch zwei Längen Zeit für eine der drei Übungen. Wenn du nach dem Beinschlag plötzlich weiter gleitest als sonst, weisst du, dass es stimmt.

  • Brustarmzug lernen: kompakt ziehen statt bis zur Hüfte

    Beim Brustschwimmen wirkt ein grosser Armzug zunächst kräftig: Die Hände ziehen weit nach aussen und bis neben den Körper zurück. Für Einsteiger fühlt sich das nach viel Vortrieb an. Häufig entsteht aber das Gegenteil. Der Oberkörper richtet sich stark auf, die Arme bleiben lange hinten und der Körper verliert die schmale Gleitform.

    Ein wirksamer Brustarmzug ist kompakter, als viele erwarten. Die Hände öffnen sich aus der Vorhalte, Unterarme und Hände fassen Wasser und bewegen sich danach wieder zügig vor den Körper. Die Ellbogen bleiben dabei grundsätzlich vor den Schultern. Danach werden die Arme schmal nach vorne geführt und der Körper kann gleiten.

    Der Armzug bereitet die nächste Gleitphase vor

    Brustschwimmen besteht nicht aus dauerndem Ziehen. Vortrieb und Widerstand wechseln sich ab. Während der Zug- und Druckphase erzeugst du Antrieb. Anschliessend sollen Hände, Arme, Kopf und Rumpf wieder eine möglichst günstige Linie bilden. Je länger die Hände neben den Rippen oder sogar an der Hüfte bleiben, desto später beginnt diese Linie.

    In Schweizer Schwimmtests wird der Brustarmzug deshalb mit einer begrenzten Auswärtsbewegung, einer beschleunigten Einwärtsbewegung und einer schmalen Rückführung beschrieben. Die Ellbogen sollen nicht hinter die Schultern geführt werden. Das ist ein hilfreicher Orientierungspunkt für Kinder und Erwachsene, unabhängig davon, ob sie auf ein Abzeichen wie Fish hinarbeiten oder einfach entspannter Bahnen schwimmen möchten.

    Technik-Lupe · Brust

    Kompakt ziehen. Schmal nach vorne.

    Beobachte Hände und Ellbogen in Zeitlupe – und vergleiche ihren Weg mit der Schulterlinie.

    Kompakter Brustarmzug in der DraufsichtSchematischer Armzug: Beide Hände bewegen sich nach aussen, nach innen und schmal nach vorne. Die Ellbogen bleiben vor der waagerecht gestrichelten Schulterlinie. Beine und Körperrotation sind zur Konzentration auf die Arme nicht animiert.
    1 · Öffnen2 · Einwärts3 · Nach vorne4 · Gleiten

    ✓ Die Ellbogen bleiben vor der Schulterlinie. Die Hände finden auf kurzem Weg zusammen und werden schmal nach vorne geführt.

    Schematische Zeitlupe nur für den Armzug. Beinschlag, Atmung und Körperbewegung sind bewusst ausgeblendet. Pause hält die aktuelle Position fest.

    So läuft die Bewegung ab

    1. Öffnen: Aus der gestreckten Position drehen sich die Hände leicht nach aussen. Die Bewegung bleibt kontrolliert. Du musst die Arme nicht sofort maximal spreizen.

    2. Wasser fassen und einwärts bewegen: Unterarme und Hände stellen sich gegen das Wasser. Die Hände bewegen sich auf einer gerundeten Bahn nach innen. Der Druck nimmt zu, ohne dass du die Ellbogen bis an die Rippen ziehst.

    3. Schmal nach vorne: Vor der Brust kommen die Hände näher zusammen. Dann schiebst du sie zügig nach vorne. Kopf und Oberkörper folgen in eine längere Position. Jetzt beginnt die Gleitphase, während der Beinschlag seinen Vortrieb entfalten kann.

    Typische Zeichen für einen zu grossen Zug

    Du erkennst einen übergrossen Armzug daran, dass deine Hände fast die Hüfte berühren, die Ellbogen deutlich hinter die Schulterlinie geraten oder du nach jedem Zug lange brauchst, um die Arme wieder nach vorne zu bringen. Häufig hebt sich der Kopf sehr hoch und die Beine sinken ab. Das Schwimmen wirkt dann wie eine Folge einzelner Kraftaktionen statt wie ein gleichmässiger Rhythmus.

    Drei Übungen für die nächste Hallenbad-Lektion

    Kleine Kreise im standtiefen Wasser: Beuge den Oberkörper leicht vor, lege Gesicht und Arme ins Wasser und führe nur einen kleinen Brustarmzug aus. Stoppe, bevor die Ellbogen hinter die Schultern wandern. Stelle dich danach wieder hin und beginne neu.

    Brustarme mit leichtem Wechselbeinschlag: Ein sanfter Kraulbeinschlag hält dich in Bewegung, während du dich auf die Arme konzentrierst. Schwimme kurze Strecken und achte auf die Reihenfolge öffnen, fassen, Hände zusammen, nach vorne.

    Zug zählen: Schwimme 10 bis 15 Meter in ruhigem Tempo und zähle die Armzüge. Versuche nicht, die Zahl mit Gewalt zu reduzieren. Suche stattdessen einen kompakten Zug und eine klar erkennbare Gleitphase. In einer Schwimmschule kann eine Kursleitung beurteilen, ob dein Rhythmus zum Beinschlag passt.

    Kompakt bedeutet nicht kraftlos

    Ein kleinerer Bewegungsweg kann sehr wirksam sein, wenn Hände und Unterarme das Wasser gut fassen. Entscheidend ist nicht, wie weit du nach hinten kommst, sondern ob du Druck aufbaust und danach ohne Umweg wieder in die Gleitlage findest. So wird Brustschwimmen ruhiger, rhythmischer und oft auch angenehmer für Nacken und Schultern.

    Übe zunächst über kurze Distanzen und mit genügend Pause. Sobald die Bewegung hektisch wird, wird der Zug meistens wieder zu gross. Qualität vor Länge ist gerade beim Techniklernen im Hallenbad die bessere Strategie.

  • Brustschwimmen koordinieren: ziehen, atmen, kicken, gleiten

    Du bewegst Arme und Beine fleissig, kommst beim Brustschwimmen aber kaum zur Ruhe? Dann lohnt sich ein Blick auf den Ablauf statt auf die Kraft. Hier geht es nicht um Wettkampftempo, sondern um eine verständliche Grundkoordination für Kinder und Erwachsene: ziehen und einatmen, nach vorne strecken, mit den Beinen antreiben und kurz gleiten.

    Diese Reihenfolge ist eine Lernhilfe, kein starres Vier-Takte-Gesetz. Einzelne Bewegungen gehen fliessend ineinander über. Auch die Unterrichtsplattform mobilesport.ch des Bundesamts für Sport verbindet Armzug, Atmung und Beinschlag zu einem Rhythmus mit anschliessender Gleitphase. Lass dir den Ablauf möglichst von einer Schwimmlehrperson vormachen.

    Warum das Zusammenspiel wichtiger ist als hektische Bewegung

    Brust sieht auf den ersten Blick vertraut aus, ist koordinativ aber anspruchsvoll. Nicht nur der Armzug, auch der Beinschlag und sein Zeitpunkt verdienen Aufmerksamkeit. mobilesport.ch betont diese Schwierigkeit ausdrücklich. Wenn der Vortrieb ausbleibt, lautet die nächste Aufgabe deshalb nicht automatisch «stärker ziehen», sondern zunächst «Bewegung beobachten lassen».

    Im Schweizer Ausbildungssystem von Swiss Aquatics wird die Brustkoordination schrittweise aufgebaut. Level 8 enthält sechs Brustzyklen mit abgestimmter Einatmung; Level 9 verlangt bei 15 Metern Brust eine kurze Gleitphase am Ende jedes Zyklus. Du musst diese Stufen nicht selbst prüfen: Sie zeigen, dass ruhige Koordination ein eigenes Lernziel ist. Quelle: Swiss Aquatics, Learn to Swim.

    Den Ablauf in vier Bildern verstehen

    Ziehen und einatmen: Aus der gestreckten Lage bewegen sich die Hände nach aussen und anschliessend wieder vor die Brust. Während dieser Zugbewegung kommt der Mund zum Einatmen über die Oberfläche. Für das Grundmuster wandern die Hände nicht wie beim Kraulen bis zur Hüfte. Die Technikübersicht von mobilesport.ch zeigt diese Abfolge als Bilderreihe.

    Nach vorne strecken: Die Hände werden wieder nach vorne geführt, während die Beine den nächsten Beinschlag vorbereiten. Der Kopf kehrt zwischen die Arme zurück. Denke nicht «alles gleichzeitig möglichst schnell», sondern beobachte, wie die Vorderseite des Körpers für den folgenden Beinantrieb wieder lang wird. Auch diesen Übergang kannst du in der Bilderreihe gut erkennen.

    Kicken: Nun folgt die Schwung-Stoss-Bewegung der Beine; am Ende kommen sie wieder zusammen. Das ist kein abwechselndes Strampeln. Swiss Aquatics unterscheidet beim Brustbeinschlag ausdrücklich die gemeinsame Bewegung von einer Scherbewegung. Die genaue Fussstellung lässt du dir im Wasser zeigen, statt die Knie mit Kraft in eine vermeintlich richtige Position zu drücken. Quelle: Lernziele Brustbeinschlag.

    Gleiten: Nach dem Beinschlag sind Arme und Beine gestreckt. Lass diese kurze Phase zu, bevor der nächste Armzug beginnt. Dabei bleibt die Atmung Teil des Ablaufs: Unter Wasser wird ausgeatmet, nicht für eine möglichst lange Tauchstrecke die Luft angehalten. Diese Verbindung von Beinschlag, Ausatmen und Gleiten beschreibt die Rhythmusübung von mobilesport.ch.

    Die Gleitphase sichtbar machen

    Die Grafik vergleicht zwei vereinfachte Situationen am Ende des Beinschlags: Im ersten Zustand öffnen sich die Arme bereits für den nächsten Zug. Im zweiten bleiben sie zunächst vorne, sodass eine erkennbare Gleitphase entsteht. Das ist eine didaktische Gegenüberstellung und keine vollständige Animation sämtlicher Gelenkbewegungen oder einer Wettkampftechnik.

    Nach dem Beinschlag: kurz lang bleiben

    Schalte zwischen einem zu frühen neuen Armzug und einer bewussten Gleitphase um.

    Brustschwimmen: zu früher Armzug oder kurze Gleitphase Draufsicht auf eine schwimmende Person. Zustand A: Die Beine beenden den Beinschlag, aber die Arme öffnen sich schon wieder. Zustand B: Nach dem Beinschlag sind Arme und Beine gestreckt. Die Person gleitet kurz. Vereinfachtes Lernbild, keine vollständige Bewegungsanalyse. Schon wieder ziehen?Der nächste Armzug beginnt zu früh. ZiehenAtmenKicken Gleiten? Lernbild: Die kurze Streckphase fehlt.
    Zu früh ziehenKurz gleiten

    Ein einfacher Übungsvorschlag für die nächste Lektion

    Besprich mit deiner Schwimmlehrperson folgenden kleinen Beobachtungsauftrag: Schwimme nur wenige ruhige Zyklen und achte ausschliesslich auf den Moment nach dem Beinschlag. Sind die Hände vorne, bevor du erneut ziehst? Die Lehrperson beobachtet von aussen und gibt dir danach genau eine Rückmeldung. Wähle eine Strecke und Wassertiefe, in der du sicher bist; Kinder bleiben beaufsichtigt.

    Als Merkhilfe kannst du an Land langsam «ziehen – atmen – kicken – gleiten» sprechen und die Armbewegung dazu zeigen. Im Wasser wird daraus ein innerer Rhythmus, kein lautes Sprechen mit eingetauchtem Mund. Die Idee, einen Bewegungsablauf sprachlich zu begleiten, greift auch die Rhythmusschulung von mobilesport.ch auf.

    Was du nicht erzwingen solltest

    Eine längere Pause ist nicht automatisch besser. Für diesen Lernschritt geht es um eine erkennbare, kurze Gleitphase – nicht darum, bis zum völligen Stillstand zu warten oder möglichst wenige Atemzüge zu schaffen. Frage bei der Rückmeldung lieber «War meine Reihenfolge klar?» als «Wie viele Sekunden habe ich geschafft?». Das hält die Aufmerksamkeit beim Bewegungsablauf.

    Falls der Brustbeinschlag unangenehm ist, brich die Übung ab und lass die Bewegung fachkundig anschauen. Ein allgemeines Lernbild passt nicht zu jedem Körper; mobilesport.ch weist selbst auf körperliche Unterschiede beim Brustschwimmen hin. Eine passend angeleitete andere Schwimmart kann sinnvoller sein, als eine bestimmte Beinstellung gewaltsam nachzuahmen.

    Dein nächster Fortschritt ist ein klarer Rhythmus

    Nimm aus der nächsten Hallenbadlektion eine einzige Frage mit: Lasse ich nach dem Beinschlag einen kurzen Moment zum Gleiten zu? Wenn du diesen Abschnitt erkennst und die Atmung dazu abstimmen kannst, hast du ein konkretes Lernziel erreicht. Mehr Tempo und längere Strecken dürfen später folgen – zuerst soll der Ablauf für dich verständlich und wiederholbar werden.

    Fachliche Grundlagen: Swiss Aquatics und mobilesport.ch. Quellenstand: 19. September 2026. Übungsvorschläge ersetzen keine individuelle Schwimminstruktion.

  • Brustschwimmen ohne Nackenschmerzen

    Du ziehst im Hallenbad deine Bahnen, aber danach spannt der Nacken? Vielleicht hältst du beim Brustschwimmen das Gesicht ständig über Wasser. Das ist ein guter Anlass, deine Technik anzuschauen – nicht, dich durch weitere Längen zu kämpfen. Brustschwimmen ohne Nackenschmerzen beginnt mit einer passenden Kopfhaltung, abgestimmter Atmung und einer ruhigen Gleitphase. Schmerzfreiheit lässt sich dadurch allerdings nicht garantieren.

    Dieser Artikel richtet sich an Erwachsene und ältere Kinder, die bereits kurze Strecken selbstständig schwimmen können. Er bietet Technikhinweise, keine Diagnose oder Behandlung. Wer sich mit dem Gesicht im Wasser noch unsicher fühlt, beginnt begleitet mit Wassergewöhnung statt mit einer ganzen Schwimmbahn.

    Warum der ständig angehobene Kopf ungünstig sein kann

    Wenn das Gesicht während des gesamten Schwimmzugs trocken bleiben soll, wird der Kopf häufig gegenüber dem Rumpf nach hinten geneigt. Der Nacken bleibt dabei überstreckt. Die Deutsche Rheuma-Liga weist darauf hin, dass diese Form des Brustschwimmens die Halswirbelsäule belasten kann. Das Problem ist also nicht jedes kurze Auftauchen zum Einatmen, sondern die dauerhaft gehaltene Position. [1]

    Umgekehrt beweisen Nackenschmerzen nicht automatisch einen Technikfehler. Beschwerden können unterschiedliche Ursachen haben, und häufig lässt sich keine einzelne Ursache feststellen. Eine Technikbeobachtung und eine medizinische Abklärung erfüllen deshalb unterschiedliche Aufgaben. [5]

    Kopf, Atmung und Gleiten zusammenbringen

    1. In der Gleitphase den Nacken lang lassen

    Nach dem Beinschlag liegen die Arme nach vorne gestreckt, das Gesicht darf ins Wasser. Richte den Blick schräg nach vorne unten zum Beckenboden. Hals und Kopf setzen die Linie des Rumpfs fort. Ziehe weder das Kinn kräftig zur Brust noch den Hinterkopf nach hinten. «Lang» bedeutet hier eine angenehme Ausrichtung, nicht starres Festhalten. Diese Grundposition beschreibt auch mobilesport.ch für das Gleiten in Bauchlage. [2]

    2. Im Wasser ausatmen, über Wasser einatmen

    Lass die Luft unter Wasser kontrolliert durch Nase und leicht geöffneten Mund entweichen. Zum Einatmen kommt der Mund im Zusammenspiel mit dem Armzug über die Oberfläche. Vermeide, dafür allein das Kinn weit nach oben zu schieben. Anschliessend kehrt das Gesicht mit dem Vorführen der Arme ins Wasser zurück. Die Atmung soll zur Bewegung passen; sie ist kein zusätzlicher Kraftakt. [3] [4]

    3. Nach dem Beinschlag wirklich gleiten

    Als einfache Orientierung dient: Armzug und Einatmen – Arme vorführen und Beinschlag – gleiten. In der Gleitphase wird der Körper lang, statt sofort wieder hektisch anzuziehen. So wird der Ablauf übersichtlicher. Die Koordinationsübungen von mobilesport.ch bauen ebenfalls auf dieser Abfolge auf. Eine möglichst lange Atempause ist damit nicht gemeint. [4]

    Vergleiche in der Animation zwei Haltungen während des Gleitens. Sie zeigt bewusst keinen vollständigen Schwimmzyklus: Zum Einatmen kommen Kopf und Oberkörper weiterhin aus dem Wasser.

    Brustschwimmen: Was macht dein Nacken?

    Bewege den Schalter: Vergleiche den dauerhaft angehobenen Kopf mit einer langen Kopfhaltung beim Gleiten.

    Kopfhaltung beim Brustschwimmen: Kopf oben oder entspannt gleiten Eine schwimmende Person in Seitenansicht, mit den Armen nach vorne gestreckt. Im ersten Zustand ist der Kopf dauerhaft angehoben und der Nacken nach hinten geneigt. Im zweiten Zustand liegt das Gesicht während der Gleitphase im Wasser, Hals und Rumpf bilden eine lange Linie. Kleine Blasen zeigen das Ausatmen. Der Vergleich ist schematisch und zeigt nicht die Einatemphase. Dauerhaft Kopf oben Das Gesicht bleibt trocken – der Nacken ist nach hinten geneigt. Kinn angehoben Schematischer Vergleich der Gleitphase – zum Einatmen wieder auftauchen.
    Kopf oben Lang gleiten

    Drei Übungen für den nächsten Hallenbadbesuch

    Die folgende kurze Übungsfolge verbindet die beschriebenen Grundlagen. Wähle einen freien, standtiefen Bereich und übe nur, wenn du dich wohlfühlst. Unsichere Schwimmer brauchen eine aufmerksame, geeignete Begleitung; Kinder bleiben beaufsichtigt. Bei Schmerzen oder Schwindel beendest du die Übung und gehst sicher aus dem Wasser.

    Übung 1: Atmen am Beckenrand

    Halte dich am Rand fest, atme normal ein und lege das Gesicht kurz ins Wasser. Atme sanft aus und richte dich wieder auf. Presse nicht alle Luft heraus. Zwischen den Versuchen atmest du ruhig weiter. So kannst du die Atemfolge zunächst ohne Armzug und Beinschlag üben. Erst wenn das angenehm gelingt, gehst du weiter.

    Übung 2: Kurz abstossen und gleiten

    Stosse dich im freien, standtiefen Bereich sanft von der Wand ab. Strecke die Arme nach vorne und richte den Blick schräg zum Boden. Gleite nur kurz, atme ins Wasser aus und stelle dich wieder hin. Beobachte die Kopfhaltung, statt eine bestimmte Strecke erreichen zu wollen. Lasse dir das sichere Aufstehen vorher zeigen, falls es noch nicht vertraut ist.

    Übung 3: Wenige vollständige Brustzüge

    Verbinde zwei oder drei lockere Züge und mache danach Pause. Konzentriere dich jeweils nur auf einen Punkt: das Zurücklegen des Gesichts ins Wasser oder die kurze Gleitphase. Wenn die Atmung hektisch wird, vereinfache die Aufgabe. Mehr Bahnen sind jetzt nicht wichtiger als ein gut kontrollierter Ablauf.

    Typische Stolpersteine beim Umlernen

    Den Kopf nach unten drücken: Ersetze die Überstreckung nicht durch ein fest angezogenes Kinn. Suche eine angenehme Linie mit dem Rumpf. Zu lange gleiten wollen: Eine Gleitphase ist keine Mutprobe im Luftanhalten. Alles gleichzeitig ändern: Bitte eine Schwimmlehrperson um einen einzigen, gut umsetzbaren Hinweis und probiere ihn zunächst auf kurzer Strecke aus.

    Wann Technikunterricht hilft – und wann ärztlicher Rat nötig ist

    Frage in deinem Schweizer Hallenbad oder bei einer Schwimmschule nach einer Techniklektion für Erwachsene beziehungsweise einer passenden Kindergruppe. Beschreibe konkret: «Ich schwimme Brust mit dem Kopf oben und möchte Atmung und Gleiten lernen.» Eine Beobachtung von der Seite kann zeigen, an welchem Teil des Ablaufs du arbeiten solltest. Vergleiche nicht nur die Kursdistanz, sondern auch Lernziel und Betreuungsumfang.

    Anhaltende, wiederkehrende oder zunehmende Nackenschmerzen gehören ärztlich abgeklärt. Bei Beschwerden nach einem Unfall, neu auftretender Schwäche oder Gefühlsstörungen sowie starken Schmerzen mit Fieber oder ausgeprägten Kopfschmerzen solltest du rasch medizinische Hilfe suchen. Ein Schwimmkurs ersetzt diese Abklärung nicht. [5]

    Muss ich künftig nur noch Rücken schwimmen?

    Nicht automatisch. Ein anderer Schwimmstil kann eine Möglichkeit sein, ist aber keine pauschale Lösung für jede Beschwerde. Entscheidend sind deine Fähigkeiten, die Ausführung und gegebenenfalls eine individuelle medizinische Empfehlung. Für den nächsten Besuch reicht ein überschaubares Ziel: bewusst atmen, kurz gleiten und die Kopfhaltung beobachten – ohne gegen Schmerzen anzuschwimmen.

    Quellen und weiterführende Informationen

    [1] Deutsche Rheuma-Liga: Rücken stärken – Schmerzen lindern (PDF, Hinweise zum Schwimmen).

    [2] mobilesport.ch / BASPO: Schwimmen lernen – die Grundlagen.

    [3] mobilesport.ch, Quelle Swiss Aquatics: Der Bewegung angepasst atmen.

    [4] mobilesport.ch / BASPO: Brustschwimmen – Armzug und Beinschlag.

    [5] IQWiG, Gesundheitsinformation.de: Nackenschmerzen, aktualisiert am 18. März 2026. Quellen geprüft am 19. September 2026.

  • #110 Brust Schwimmstil – Kuh

    #110 Brust Schwimmstil – Kuh

    Im folgenden Paragraph beschreibe ich das hundertundzehnte Schwimmtraining in welchem der Fokus auf dem Brust Schwimmstil lag. Es fand am 30. Juni 2020 statt.

    Das handgeschriebene Schwimmtraining war mit grossen Pflanzenblätter untermalt. Erkennst du sie?

    Das Symbol der Woche war eine „Kuh„. Wusstest du dass die Kuh in gewissen Kulturen als heilig gelten? Mehr dazu erfährst du hier.

    Braunvieh auf grünem Rasengras bei Tag
    Photo from Pexels

    Zudem zeigt der folgende Link zur PDF Datei des eingescannten Trainings. Aufbereitet zum herunterladen, ausdrucken und schwimmen.

    Nichtschwimmer? Folge der Schritt-für-Schritt Anleitung um schwimmen zu lernen.

  • #104 Brust Schwimmstil

    #104 Brust Schwimmstil

    Im folgenden Paragraph beschreibe ich das hundertundvierte Schwimmtraining in welchem der Fokus auf dem Brust Schwimmstil lag. Es fand am 28. Januar 2020 statt.

    Das handgeschriebene Schwimmtraining war mit einem grossen Bühnen-Vorhang eingerahmt. Erkennst du ihn?

    Diese Woche hatte das Schwimmtraining kein Symbol. Der Bühnen-Vorhang füllte das Training bereits schön aus. Dieser sollte den Schwimmern eine „Platform“ bieten :-D.

    Bühnen-Vorhang
    Photo by Monica Silvestre from Pexels

    Zudem zeigt der folgende Link zur PDF Datei des eingescannten Trainings. Aufbereitet zum herunterladen, ausdrucken und schwimmen.

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  • #99 Brust Schwimmstil – Jeep

    #99 Brust Schwimmstil – Jeep

    Im folgenden Paragraph beschreibe ich das neunundneunzigste (Jeep-)Training in welchem der Fokus auf dem Brust Schwimmstil lag. Es fand am 10. Dezember 2019 statt.

    Das handgeschriebene Training war diesmal nicht eingerahmt.

    Das Symbol der Woche war ein „Jeep„. Jeep ist eine Automarke die zu Fiat Chrysler gehört, erfahre mehr zur spannenden Geschichte dieses Automodells auf Wikipedia.

    Zudem zeigt der folgende Link zur PDF Datei des eingescannten Trainings. Aufbereitet zum herunterladen, ausdrucken und schwimmen.

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  • #94 Brust Schwimmstil – Auto

    #94 Brust Schwimmstil – Auto

    Im folgenden Paragraph beschreibe ich das vierundneunzigste (Auto-)Training in welchem der Fokus auf dem Brust Schwimmstil lag. Es fand am 5. November 2019 statt.

    Das handgeschriebene Training war mit einfachen Hufeisen eingerahmt.

    Das Symbol der Woche war ein „Auto„. Das Auto hat eine grosse Geschichte hinter sich und erlebt mit den Elektro Fahrzeugen seit einiger Zeit einen grösseren Umbruch in der Branche. Erfahre mehr dazu auf Wikipedia.

    Zudem zeigt der folgende Link zur PDF Datei des eingescannten Trainings. Aufbereitet zum herunterladen, ausdrucken und schwimmen.

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  • #89 Training 17. September 2019 – Ahronbaum

    #89 Training 17. September 2019 – Ahronbaum

    Im neunundachtzigsten (Ahornbaum-)Training lag der Fokus auf dem Brust Schwimmstil.

    Das handgeschriebene Training war mit einer grossen Sonne eingerahmt.

    Diese Woche war das Symbol eine „Ahornbaum„.

    Das Training als PDF herunterladen.

  • #85 Training 20. August 2019 – Aloe Vera

    #85 Training 20. August 2019 – Aloe Vera

    Im vierundachtzigsten (Affenbrotbaum-)Training lag der Fokus auf dem Brust Schwimmstil.

    Das Training war eingerahmt von Dreiecken.

    Diese Woche war das Symbol eine „Aloe Vera„.

    Das Training als PDF herunterladen.