Schlagwort: Ausatmen

  • Wasser in der Nase beim Schwimmen: sanft ausatmen statt zukneifen

    Ein kurzer Tauchversuch, eine Rolle im Wasser oder der Wechsel von der Rücken- in die Bauchlage – und plötzlich brennt Wasser in der Nase. Viele Kinder und Erwachsene brechen die Übung dann sofort ab. Manche halten fortan bei jedem Untertauchen die Nase zu. Das schafft kurzfristig Sicherheit, blockiert aber eine Hand und macht spätere Bewegungen schwieriger.

    Die bessere Lösung ist nicht, möglichst kräftig Luft herauszupressen. Meist genügt ein sanfter, gleichmässiger Luftstrom durch die Nase. Er hilft besonders dann, wenn sich die Kopfposition verändert und die Nasenöffnungen zeitweise nach oben zeigen – etwa beim Purzelbaum, beim Abrollen oder beim Übergang in die Rückenlage.

    Warum Wasser überhaupt in die Nase gelangt

    Beim ruhigen Untertauchen kann der Körper den Nasen-Rachen-Raum oft gut abschirmen. Für Einsteiger ist dieses Gefühl aber ungewohnt. Wird der Kopf schnell gedreht, wird erschrocken eingeatmet oder bleibt die Nase nach oben gerichtet, kann Wasser eindringen. Das ist unangenehm, aber zunächst vor allem ein Koordinationsproblem zwischen Kopfhaltung und Atmung.

    Wer darauf mit einem explosiven Ausatmen reagiert, verbraucht die Luftreserve zu schnell. Danach entsteht Hektik und der Kopf wird ruckartig angehoben. Ziel ist deshalb ein feines Blubbern: gerade genug Luft, um einen leichten Strom nach aussen zu erzeugen, aber nicht so viel, dass nach einer Sekunde alle Luft weg ist.

    Nase zuhalten oder sanft ausatmen?

    Schalte um und vergleiche: Was verändert sich, wenn die Hand frei bleibt?

    Sanft durch die Nase ausatmenIm Vergleich hält eine Person zuerst die Nase zu und lässt dann die Hand frei. Kleine aufsteigende Blasen veranschaulichen sanftes Nasenausatmen – keine Aufforderung zum langen Luftanhalten. Nase fest zuhaltenEine Hand blockiert – der Körper spannt sich an.Die freie Hand fehlt für Balance und Orientierung. Ruhig durch die Nase ausatmenEin sanfter Luftstrom – die Hände bleiben frei.Feines Blubbern – nicht die ganze Luft auf einmal ausstossen. Im standtiefen Wasser üben · normal weiteratmen · bei Schmerzen abbrechen
    Nase zuhaltenSanft ausatmen

    So übst du das Nasenausatmen ohne Stress

    Beginne im standtiefen Wasser. Atme über Wasser normal ein, tauche nur Mund und Nase ein und summe leise. Beim Summen strömt Luft automatisch durch die Nase. Nach ein bis zwei Sekunden hebst du das Gesicht wieder an und atmest normal weiter. Wiederhole das mehrmals, ohne die Tauchzeit zu verlängern.

    Danach kannst du die Hände vom Gesicht wegnehmen und unter Wasser beobachten, ob kleine Blasen an der Nase aufsteigen. Eine Schwimmbrille kann helfen, weil du die Augen offen hältst und dich besser orientierst. Eine Nasenklammer kann bei grosser Unsicherheit vorübergehend eingesetzt werden, sollte aber nicht jede Wassergewöhnungsübung ersetzen.

    Von der einfachen Blase zur Bewegung

    Wenn das Ausatmen mit ruhigem Kopf gelingt, kommt Bewegung dazu. Nicke unter Wasser langsam nach unten und wieder nach oben. Drehe anschliessend den Kopf leicht zur Seite. Erst danach folgen anspruchsvollere Aufgaben wie Abrollen, Purzelbaum oder ein Wechsel zwischen Bauch- und Rückenlage. Bei jeder neuen Übung bleibt die Bewegungsstrecke zunächst klein.

    Im Schweizer Testwesen ist diese Fähigkeit gut sichtbar verankert. Swiss Aquatics verlangt bereits auf einer frühen Lernstufe mehrmaliges sichtbares Ausatmen unter Wasser. Beim swimsports-Grundlagentest Pinguin wird beim Handstand mit Abrollen oder beim Purzelbaum ausdrücklich durch die Nase ausgeatmet. Das zeigt: Nasenausatmen ist keine Nebensache, sondern eine praktische Grundlage für Orientierung und Bewegungsfreiheit.

    Typische Fehler

    Der häufigste Fehler ist ein einziger kräftiger Luftstoss. Besser ist ein feiner, dosierter Strom. Ebenfalls ungünstig ist es, vor dem Untertauchen übermässig tief einzuatmen und dann möglichst lange unten zu bleiben. Wassergewöhnung ist kein Luftanhalte-Wettbewerb. Kurze Wiederholungen mit normaler Atmung sind für Einsteiger sinnvoller.

    Auch Druck von aussen hilft selten. Ein Kind sollte nicht überraschend untergetaucht werden. Erwachsene dürfen eine Übung jederzeit vereinfachen: zuerst nur die Nase benetzen, dann Mund und Nase eintauchen, später den ganzen Kopf. Gute Schwimmkurse in Schweizer Hallenbädern bauen solche Schritte methodisch auf und geben genügend Zeit für Wiederholungen.

    Wann du eine Pause machen solltest

    Leichtes Brennen nach einem missglückten Versuch klingt meist rasch ab. Bei anhaltenden Schmerzen, häufigem Nasenbluten, Problemen mit den Nebenhöhlen oder Beschwerden nach jedem Badbesuch ist eine medizinische Abklärung sinnvoll. Übe nicht mit stark verstopfter Nase und erzwinge keine Druckausgleichsmanöver.

    Das Ziel ist nicht, nie mehr einen Tropfen Wasser zu spüren. Du lernst vielmehr, bei einer Drehung ruhig zu bleiben, sanft auszuatmen und die Hände für Gleichgewicht, Orientierung und Schwimmbewegungen frei zu haben. Mit kurzen Übungen wird aus dem unangenehmen Überraschungsmoment eine kontrollierbare Schwimmgrundlage.

  • Vom Brustschwimmen zum Kraulen: Der richtige Übergang

    Du schwimmst bereits Brust, möchtest aber auch kraulen können? Dann musst du nicht wieder ganz von vorne beginnen. Du bringst Wassererfahrung mit. Neu ist vor allem das Zusammenspiel: Die Arme bewegen sich abwechselnd, die Beine schlagen auf und ab, und zum Einatmen dreht sich der Kopf seitlich. Der Übergang vom Brustschwimmen zum Kraulen gelingt nicht durch mehr Tempo, sondern durch überschaubare Lernaufgaben.

    Dieser Aufbau richtet sich vor allem an Erwachsene, die bereits selbstständig schwimmen können. Für Kinder sollte eine Schwimmlehrperson die Übungen anpassen. Wenn du dich mit dem Gesicht im Wasser noch unwohl fühlst, beginne zunächst begleitet mit Wassergewöhnung, Ausatmen und sicherem Aufstehen. Diese Fähigkeiten gehören zu den Grundlagen des Schwimmenlernens. [1]

    Was sich gegenüber dem Brustschwimmen verändert

    Beim Kraulen arbeiten die Arme wechselseitig statt gleichzeitig. Der Brustbeinschlag wird durch einen Wechselbeinschlag ersetzt. Dazu rollt der Körper leicht um seine Längsachse. Zum Einatmen drehst du den Kopf zur Seite, statt ihn nach vorne anzuheben. Diese Elemente beschreibt auch das Schweizer Lehrmittel Schwimmen. Du musst sie nicht sofort gleichzeitig beherrschen. [2]

    Wähle zum Üben einen freien Bereich im Hallenbad oder im übersichtlichen Schwimmbecken der Badi. Beginne dort, wo du sicher stehen kannst. Unsichere Schwimmer brauchen geeignete Begleitung. Kinder bleiben beaufsichtigt, kleine Kinder in Griffnähe. Ein erster Erfolg im Becken ist kein Anlass, die neue Technik allein im See oder Fluss auszuprobieren. [5]

    Fünf Lernschritte für den Wechsel zum Kraulen

    1. Wasserlage und Ausatmen wiederholen

    Stosse dich sanft von der Wand ab, strecke die Arme nach vorne und gleite kurz in Bauchlage. Der Blick geht schräg nach unten, Kopf und Hals bleiben in Verlängerung des Rumpfs. Lass Luft ins Wasser entweichen und stelle dich rechtzeitig wieder hin. Ziel ist eine kontrollierte Ausgangslage, keine möglichst lange Gleitstrecke. [1]

    2. Den Wechselbeinschlag kennenlernen

    Ergänze nach dem Abstossen kleine, abwechselnde Auf- und Abbewegungen der Beine. Die Bewegung beginnt an der Hüfte und setzt sich über Knie und Fuss fort; die Knie bleiben dabei nicht starr. Halte die Füsse locker. Vermeide grosse, hektische Bewegungen und das Anziehen beider Beine wie beim Brustschwimmen. Der Beinschlag soll zunächst vor allem deine Lage unterstützen. [2]

    3. Drehen und Seitenatmung verbinden

    Übe zunächst ohne vollständigen Armzug: Ein Arm liegt nach vorne gestreckt, der andere am Körper. Mit lockerem Beinschlag nimmst du eine leicht seitliche Lage ein. Das Gesicht liegt zum Ausatmen im Wasser; zum Einatmen drehst du es so weit heraus, dass der Mund frei ist. Anschliessend geht der Blick wieder nach unten. Eine verwandte Übungsform stellt Swiss Aquatics auf mobilesport.ch als «Side to side» vor. Lass dir die Ausgangslage möglichst zeigen. [4]

    Die Animation verdeutlicht den Unterschied zwischen dem Anheben nach vorne und dem seitlichen Drehen. Sie zeigt eine vereinfachte Momentaufnahme der Einatmung, keinen vollständigen Kraulzyklus. Die angehobene Haltung ist ein Vergleich, keine Übungsaufforderung.

    Kraulatmung: drehen statt anheben

    Bewege den Schalter und beobachte Kopf, Schulter und Wasserlage beim Einatmen.

    Vom Brustschwimmen zum Kraulen: die Seitenatmung kennenlernen Schematische Seitenansicht einer kraulenden Person mit einem Arm vorne und einem angewinkelten Arm über Wasser. Zustand eins zeigt den nach vorne angehobenen Kopf und eine schräge Körperlage. Zustand zwei zeigt eine flachere Lage mit leichter Körperrotation und seitlich gedrehtem Gesicht zur Einatmung. Nach dem Einatmen wird das Gesicht wieder ins Wasser zurückgedreht. Den Kopf nach vorne anheben Für die Kraulatmung nicht den Brust-Atemzug übernehmen. Kopf hoch Nicht nachstellen: Die Haltung dient nur zum Vergleich. Vereinfachte Momentaufnahme der Einatmung · kein vollständiger Kraulzyklus
    Kopf anheben Seitlich atmen

    4. Die Arme abwechselnd einsetzen

    Führe nun abwechselnde Armbewegungen dazu. Die Hand taucht vor der jeweiligen Schulter ins Wasser, bewegt sich unter Wasser nach hinten und kommt anschliessend über Wasser wieder nach vorne. Versuche nicht, beide Arme gleichzeitig zurückzuziehen. Übe zunächst wenige Bewegungen mit einer Lehrperson, die dir auch den Zeitpunkt der Seitenatmung zeigt. [2]

    5. Kurze Abschnitte zum Ganzen verbinden

    Verbinde Wasserlage, Beine, Arme und Atmung auf einer kurzen, gut kontrollierbaren Strecke. Höre auf, bevor der Ablauf hektisch wird. Stelle dich im dafür geeigneten Bereich hin oder erreiche sicher den Rand. Erst wenn du wieder ruhig atmest, startest du neu. Du brauchst weder eine vollständige 25-Meter-Bahn noch eine bestimmte Geschwindigkeit als erstes Erfolgskriterium.

    Die Atmung nicht bis zum Schluss aufschieben

    Beim Kraulen wird über Wasser eingeatmet und unter Wasser durch Nase und leicht geöffneten Mund ausgeatmet. Stimme das mit der Bewegung ab. Kontrolliert ausatmen heisst nicht, die Lunge mit Gewalt leerzupressen. Übe die Atemfolge deshalb von Anfang an mit, statt längere Abschnitte mit angehaltener Luft zu schwimmen. [3]

    Für den Einstieg ist ein gut versorgender Atemrhythmus wichtiger als eine starre Vorgabe. Beispielsweise kannst du bei jedem zweiten Armzug auf deiner vertrauteren Seite einatmen. Später übst du auch die andere Seite. Eine Dreieratmung ist eine weitere Möglichkeit, aber keine Pflicht für die ersten Versuche. Bei Luftnot, Schwindel oder Unwohlsein brichst du ab, statt den Rhythmus zu erzwingen. [2]

    Ein einfacher Übungsplan ohne Leistungsdruck

    Beginne den nächsten Hallenbadbesuch mit lockerem, vertrautem Schwimmen. Wähle danach genau einen Schwerpunkt, etwa den kleinen Beinschlag oder das seitliche Einatmen. Wechsle kurze Versuche mit Pausen ab. Beende den Technikteil, wenn du müde wirst oder deine Aufmerksamkeit nachlässt. Notiere dir anschliessend eine konkrete Beobachtung: «Heute blieb mein Kopf beim Atmen näher am Wasser.» So wird dein Fortschritt greifbarer als durch blosses Zählen der Bahnen.

    Den passenden Kraulkurs in der Schweiz finden

    Frage nach einem Kraulkurs für Erwachsene, die bereits Brust schwimmen können. Kläre die Voraussetzungen, Gruppengrösse und Wassertiefe sowie den Anteil an individuellem Feedback. Schweizer Anbieter wie Swimatic beschreiben einen Aufbau über Wasserlage, Beinschlag, Rotation, Armzug und Atmung – diese Lernziele helfen beim Vergleichen von Kursen, ohne dass du bereits schnell kraulen musst. Prüfe immer die Anforderungen des konkreten Kurses. [6]

    Dein nächster Schritt: Suche dir nicht die längste Strecke, sondern die kleinste Aufgabe, die noch Aufmerksamkeit braucht. Brustschwimmen bleibt dabei eine vertraute Schwimmart. Du ergänzt dein Können – du musst es nicht ersetzen.

    Quellen und weiterführende Informationen

    [1] mobilesport.ch / BASPO: Schwimmen lernen – die Grundlagen.

    [2] Lehrmittel Schwimmen, bereitgestellt über mobilesport.ch: Kapitel Kraul: Reihenbild, Checkliste und Lernwege (PDF).

    [3] mobilesport.ch, Quelle Swiss Aquatics: Der Bewegung angepasst atmen.

    [4] mobilesport.ch, Quelle Swiss Aquatics: Side to side im Kraul/Rücken, veröffentlicht am 12. Februar 2026.

    [5] BFU: Baden und Schwimmen – sicher obenauf bleiben.

    [6] Swimatic: Kraulkurse für Erwachsene (Beispiel eines Schweizer Kursaufbaus). Quellen geprüft am 19. September 2026.

  • Tauchen lernen ohne Panik: Schritt für Schritt

    Du möchtest tauchen lernen, aber sobald Wasser an Nase und Mund kommt, willst du sofort wieder hoch? Dann beginne nicht mit einem Tauchring am Beckenboden. Beginne mit einer kleinen Aufgabe, die du selbst steuern kannst. Tauchen lernen ohne Panik bedeutet hier: Wassergewöhnung in deinem Tempo, nicht möglichst lange unter Wasser bleiben.

    Die folgenden fünf Schritte richten sich an erwachsene Schwimmanfänger und an Eltern, die ihr Kind beim Lernen begleiten. Gemeint ist das kurze Eintauchen im standtiefen Schwimmbecken – weder Apnoetraining noch Gerätetauchen. Die Übungen ersetzen keinen angeleiteten Schwimmkurs.

    Zuerst die Bedingungen schaffen

    Wähle ein übersichtliches Lehrschwimmbecken im Hallenbad oder einen ruhigen Nichtschwimmerbereich der Badi. Du solltest mit dem Gesicht über Wasser bequem stehen und den Beckenrand erreichen können. Für Kinder muss die Wassertiefe zu ihrer Körpergrösse passen. See, Fluss und tiefes Wasser sind für diese Einstiegsübungen nicht vorgesehen. Boden- und Wandkontakt gehören auch bei mobilesport.ch zu den Grundlagen der Wassergewöhnung. [1]

    Übe nicht allein. Eine aufmerksame Begleitperson muss dich beobachten und helfen können. Kinder brauchen ungeteilte Aufmerksamkeit; kleine Kinder bleiben in Griffnähe. Die allgemeine Badeaufsicht und Schwimmflügeli ersetzen diese Begleitung nicht. Vereinbart vorab ein eindeutiges Stoppsignal. [2] [3]

    Atme vor jedem Versuch normal. Kein absichtlich schnelles oder übertrieben tiefes Voratmen, kein Wettbewerb im Luftanhalten. Die SLRG warnt ausdrücklich vor lebensgefährlichem Hyperventilieren. Tauche nur, wenn du dich wohlfühlst; bei Schwindel, Schmerzen oder Unwohlsein beendest du die Übung. [2]

    Tauchen lernen in fünf kleinen Schritten

    1. Wasser im Gesicht kennenlernen

    Halte dich am Rand fest und benetze mit der freien Hand Wangen, Kinn und Stirn. Das Gesicht bleibt zunächst über Wasser. Entscheide selbst, welche Stelle als Nächstes nass wird. Bei Kindern kannst du fragen: «Möchtest du zuerst die Wangen oder das Kinn waschen?» Niemand spritzt überraschend ins Gesicht oder drückt den Kopf nach unten.

    2. Mit dem Mund Blasen machen

    Atme über Wasser normal ein. Bringe zunächst nur die Lippen an die Wasseroberfläche und puste kleine Blasen. Danach hebst du den Mund wieder heraus und atmest in Ruhe weiter. Erst wenn das angenehm ist, kommt der Mund etwas tiefer. Solche Blasenspiele sind ein Einstieg in die Atemgewöhnung – die Menge der Blasen ist keine Leistungsvorgabe. [4]

    3. Nase und Mund kurz eintauchen

    Beuge dich am Rand langsam vor und bringe Nase und Mund kurz ins Wasser. Lass sanft Luft durch die Nase entweichen, bei Bedarf auch durch den Mund. Presse nicht die ganze Luft heraus. Hebe das Gesicht wieder an, bevor du einatmest. Das bewusste Ausatmen ins Wasser ist ein eigener Lernschritt beim Schwimmenlernen. [1]

    Die Animation zeigt diese kurze Übung am Beckenrand. Beide Zustände gehören zusammen: über Wasser einatmen, im Wasser sanft ausatmen und wieder hochkommen. Es geht nicht darum, immer weiter abzusinken.

    Einatmen oben. Ausatmen im Wasser.

    Zwei kleine Schritte am Beckenrand: Bewege den Schalter und beobachte Gesicht und Atemblasen.

    Wassergewöhnung: über Wasser einatmen, im Wasser Blasen machen Seitenansicht einer Person im standtiefen Wasser, mit den Händen am Beckenrand und beiden Füssen am Boden. Zustand eins: Das Gesicht bleibt über Wasser. Zustand zwei: Die Person senkt das Gesicht kurz ins Wasser und atmet sanft aus; kleine Luftblasen steigen auf. Zum Einatmen kommt das Gesicht wieder aus dem Wasser. 1 · Über Wasser vorbereiten Festhalten. Sicher stehen. Normal einatmen. Dein Tempo zählt Das Gesicht bleibt frei. Erst starten, wenn du bereit bist. Kleine Übung zur Wassergewöhnung · kein langes Luftanhalten
    Über Wasser Im Wasser

    4. Das Gesicht eintauchen und sich orientieren

    Wenn Schritt drei angenehm gelingt, darf das ganze Gesicht kurz ins Wasser. Behalte die Hände am Rand. Versuche, die Augen für einen Moment zu öffnen und eine Fliese zu erkennen; erzwinge nichts, wenn es unangenehm ist. Richte dich anschliessend wieder auf. Die Aufgabe lautet «kurz schauen und zurückkommen», nicht «möglichst lange unten bleiben». Das Erkunden mit geöffneten Augen gehört auch zu den Übungsvorschlägen im Schweizer Lehrmittel Schwimmen. [5]

    5. Den Ablauf ruhig wiederholen

    Verbinde nun die vertrauten Teile: normal einatmen, Gesicht kurz eintauchen, sanft ausatmen, aufrichten. Mache zwischen den Versuchen eine echte Pause und beginne erst wieder, wenn deine Atmung ruhig ist. Es gibt keine vorgeschriebene Zahl an Wiederholungen. Ganzes Untertauchen, Tauchringe und Tauchwege sind spätere Aufgaben für eine angeleitete Lektion.

    Was tun, wenn die Angst wiederkommt?

    Brich den Versuch ab, halte dich am Rand fest und lass dir beim sicheren Aussteigen helfen, wenn nötig. Besprich erst ausserhalb der Übung, was unangenehm war. Beim nächsten Mal darfst du einen Schritt zurückgehen. Ein Kind muss weder «noch einmal schnell» tauchen noch etwas für ein Abzeichen beweisen. Bei wiederkehrender starker Panik ist individuelle, fachkundige Begleitung sinnvoller als weiteres Üben unter Druck.

    Der nächste Schritt in einer Schweizer Schwimmschule

    Frage gezielt nach Wassergewöhnung, kleinen Lerngruppen und Erfahrung mit ängstlichen Kindern oder Erwachsenen. Erzähle der Lehrperson, welcher Schritt bereits gelingt. Für Kinder können die Grundlagentests von swimsports Orientierung geben. Beachte beim Vergleichen von Kursen: 2026 ist ein Übergangsjahr zu überarbeiteten Tests; swimsports strebt die vollständige Umstellung ab Januar 2027 an. Frage deshalb nach den tatsächlich verwendeten Anforderungen. Ein Abzeichen ersetzt die Aufsicht nicht. [6] [3]

    Häufige Fragen zum Tauchenlernen

    Ist Luftanhalten unter Wasser immer falsch?

    Nein. Bewusstes kurzes Luftanhalten und kontrolliertes Ausatmen sind unterschiedliche Fähigkeiten. Diese Einstiegsübung trainiert das Ausatmen beim kurzen Eintauchen des Gesichts. Daraus folgt keine allgemeine Atemregel für längere Tauchgänge. Trainiere keine maximalen Tauchzeiten. [4]

    Wann bin ich bereit für die nächste Übung?

    Nutze als Orientierung: Du startest freiwillig, kannst jederzeit abbrechen und kommst ohne Hektik wieder hoch. Bleibt ein Schritt unangenehm, wiederhole eine einfachere Variante oder hole dir Unterstützung. Es gibt keinen Zeitplan, den du erfüllen musst.

    Dein Ziel für den nächsten Hallenbadbesuch: Wähle genau einen passenden Schritt und übe ihn begleitet. Ein freiwilliger, ruhiger Versuch ist wertvoller als ein erzwungener Tauchgang.

    Quellen und weiterführende Informationen

    [1] mobilesport.ch / BASPO: Schwimmen lernen – die Grundlagen.

    [2] SLRG: Bade-, Fluss- und Freitauchregeln (PDF, bereitgestellt über mobilesport.ch).

    [3] BFU: Kinder und das Wasser – Aufmerksamkeit ist gefragt.

    [4] mobilesport.ch / BASPO: Vom Tauchen zum Schwimmen, einschliesslich der Praxisbeilage zu den ersten Tauchschritten.

    [5] Lehrmittel Schwimmen, über mobilesport.ch: Wassergewöhnung und Wasserbewältigung (PDF).

    [6] swimsports: Informationen zu den neuen Grundlagentests. Quellen geprüft am 19. September 2026.

  • Kraulen lernen ohne Luftnot: Die richtige Atmung in 5 einfachen Schritten

    Kraulen wirkt für viele Einsteiger zunächst weniger wie entspanntes Schwimmen und mehr wie ein Wettlauf gegen die eigene Luft. Nach wenigen Zügen wird der Kopf hektisch angehoben, die Beine sinken ab und der Rhythmus bricht zusammen. Dabei ist Kraulatmung kein Talent, sondern eine koordinative Fähigkeit, die sich Schritt für Schritt lernen lässt.

    Der wichtigste Grundsatz lautet: Unter Wasser ausatmen, zur Seite einatmen. Wer den Atem zu lange anhält oder zum Einatmen den Kopf nach vorne hebt, verliert die Wasserlage. Die folgenden fünf Schritte helfen Erwachsenen und Kindern, die Atmung beim Kraulen ruhig und kontrolliert aufzubauen.

    Warum die Kraulatmung so oft Stress auslöst

    Beim Brustschwimmen bleibt der Mund meist über Wasser. Beim Kraulen liegt das Gesicht dagegen überwiegend im Wasser. Deshalb muss die Atmung bewusst organisiert werden. Viele Anfänger warten mit dem Ausatmen, bis der Mund wieder frei ist. Dann bleibt nur sehr wenig Zeit für das Ein- und Ausatmen – und die nächste Bahn wird unnötig anstrengend.

    Kraulatmung: Kopf anheben oder zur Seite drehen?

    Bewege den Schalter und vergleiche beide Bewegungen.

    Falsche und richtige Kraulatmung Vorher: der Kopf hebt sich nach vorne an, die Wasserlage bricht und die Hüfte sinkt. Nachher: der Kopf dreht sich zur Seite, der Körper bleibt lang und gestreckt. Falsch: Kopf nach vorne Wasserlage bricht, Hüfte sinkt ab Richtig: zur Seite drehen Körper bleibt lang und gestreckt
    Falsch Richtig

    1. Erst ausatmen, dann einatmen

    Beginne ohne Armzug: Stoße dich in einer einfachen Gleitposition ab, blicke zum Beckenboden und blase langsam durch Mund und Nase ins Wasser aus. Drehe den Kopf erst dann zur Seite, wenn die Ausatmung fast abgeschlossen ist. So musst du beim Einatmen nicht gleichzeitig alte Luft loswerden und neue Luft holen.

    2. Der Kopf dreht sich mit dem Körper

    Beim Einatmen sollte nicht der Kopf allein nach hinten oder vorne bewegt werden. Drehe stattdessen den Körper leicht über die Längsachse und lasse den Kopf dieser Bewegung folgen. Ein Auge kann dabei im Wasser bleiben. Die Wasserlinie liegt dann ungefähr auf Höhe der Stirn oder der Schläfe – der Mund befindet sich gerade außerhalb des Wassers.

    3. Mit kurzen Abschnitten üben

    Schwimme zunächst nur 3 bis 5 Kraulzüge und halte danach an. Konzentriere dich auf einen ruhigen Rhythmus: ausatmen, drehen, einatmen, Gesicht zurück ins Wasser. Erst wenn diese kurzen Abschnitte kontrolliert funktionieren, verlängerst du auf 10 oder 15 Züge. Qualität ist wichtiger als die Anzahl der Bahnen.

    4. Eine Seite reicht am Anfang

    Du musst nicht sofort beidseitig atmen. Wähle zunächst die Seite, auf der du dich sicherer fühlst. Später kannst du die andere Seite ergänzen oder eine Dreierrhythmus-Atmung ausprobieren. Entscheidend ist, dass du nicht aus Angst vor dem Luftmangel zu schnell schwimmst.

    5. Typische Fehler erkennen

    • Kopf anheben: Die Beine sinken ab und der Widerstand steigt.
    • Atem anhalten: Beim Drehen entsteht Zeitdruck.
    • Zu stark drehen: Die Schulter kippt nach hinten und der Rhythmus wird unruhig.
    • Zu schnell schwimmen: Die Technik zerfällt, obwohl die Grundbewegung schon stimmt.

    Eine einfache Übung für die nächste Einheit

    Schwimme sechs Wiederholungen über jeweils 25 Meter. Die ersten beiden Wiederholungen machst du mit einem Brett unter den Händen und übst nur das Ausatmen ins Wasser. Bei den nächsten beiden schwimmst du mit einem Arm vorne und atmest zur Seite. In den letzten beiden Wiederholungen schwimmst du locker Kraul und konzentrierst dich auf den gleichen Atemrhythmus. Mache zwischen den Bahnen eine kurze Pause, damit du die Bewegung bewusst wahrnimmst.

    Wenn beim Kraulen die Luft knapp wird, ist die Lösung meistens nicht mehr Kraft, sondern mehr Ruhe. Atme kontinuierlich aus, drehe den Körper mit und halte den Kopf nah an der Wasseroberfläche. So wird aus einem hektischen Atemholen nach und nach ein gleichmäßiger Bewegungsrhythmus.

  • Atmen – ruhig und im Rhythmus

    Atmen – ruhig und im Rhythmus

    Eine gute Atmung ist ein zentraler Bestandteil des Schwimmens. Ziel ist, unter Wasser entspannt und vollständig auszuatmen und über Wasser gezielt einzuatmen. So entsteht ein gleichmässiger Atemrhythmus, der Ruhe und Sicherheit im Wasser unterstützt. swimsports beschreibt das aktive Ausatmen ins Wasser als wichtigen Bestandteil des Schwimmenlernens.

    So funktioniert die Atmung

    Beim Schwimmen wird die Atmung bewusst mit der Bewegung verbunden. In Bauchlage wird das Gesicht ins Wasser gelegt und die Luft ruhig durch Mund und Nase ausgeatmet. Sobald Mund und Nase wieder frei sind, erfolgt eine schnelle und tiefe Einatmung. Wichtig ist, nicht die Luft anzuhalten, sondern kontinuierlich und entspannt zu atmen.

    Darauf kommt es an

    • Ausatmen: Unter Wasser ruhig und vollständig ausatmen.
    • Einatmen: Über Wasser gezielt und ohne Hektik einatmen.
    • Rhythmus: Atmung und Schwimmbewegung aufeinander abstimmen.
    • Entspannen: Gleichmässige Atmung hilft, unnötige Spannung zu vermeiden.

    Die Atmung beeinflusst zudem den Auftrieb und damit die Wasserlage. Deshalb lohnt es sich, eine kontrollierte Atmung bereits bei einfachen Wassergewöhnungsübungen zu trainieren.

    Übung: Die Luftpumpe

    Stelle dich ins standtiefe Wasser und atme zunächst ein. Lege anschliessend das Gesicht ins Wasser und atme vollständig aus. Hebe den Kopf wieder aus dem Wasser und atme erneut ein. Wiederhole die Übung mehrmals ohne Pause. Achte darauf, ruhig auszuatmen und nicht die Luft unter Wasser anzuhalten. Ziel ist ein gleichmässiger Atemrhythmus.

    Zur Übersicht der Kernelemente.

    Für ein spielerisches Gefühl für Takt und Bewegungsrhythmus kannst du danach das kostenlose Schwimm-Spiel testen. Wähle Kraul, Rücken, Brust oder Schmetterling und triff die Bewegungen möglichst genau im Rhythmus.